Der Blog 2016

Über die Mode

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Kleider machen Leute pflegt man gerne zu sagen. Des Königs neue Kleider und so. Kennen wir wohl alle. Und in Zeiten der inflationären „Meinungsverbeitung“ über mediale Kanäle mehr denn je. Und manchmal stimmt es ja auch, denn es gibt ja nun mal Kleidungsstücke, die etwas über den Menschen aussagen. Zum Beispiel Baggiepants-> Wird wohl viel Hip Hop hören. Gut, das mag jetzt etwas klischeehaft klingen, aber ich spreche da aus Erfahrung.

Und manchmal nerven Modetrends einfach nur. Kann man auch als Mann ruhig mal sagen. Bestes, da sehr aktuell, Beispiel: Knöchel zeigen. Während das bei Frauen noch gut aussehen kann, abhängig von der Kleidung, sieht das bei Männern einfach nur scheiße aus. Klar, man will seine Sneaker präsentieren, aber muss man das so machen? Reicht da nicht ein „Konsum orientierter“ Blog? Und dann noch Spindeldürre Beine in einer viel zu engen Hose?

Peinlich wird’s vor allem dann, wenn jene Männer auch noch zu lange Pullover tragen und auf dem Kopf Snapbacks die nicht ganz drauf passen, damit ihre komische 08/15 Undercut-was-weiß-ich Frisur nicht kaputt geht. Und gefühlt erscheint jede Woche ein neuer Trend aus irgendwoher. Da könnte man ja glatt ein Burn-out Syndrom kriegen.

Es darf ja wirklich jeder das tragen was er will, aber man muss doch nicht jedem Trend hinterher laufen. Vor allem, irgendwann ist dieser Trend eben out und dann? Aus meinem beruflichen Umfeld kenne ich die „Jugend von heute“. Da würde es keiner aushalten, plötzlich out zu sein. Ich weiß nicht, wie das vor 15-20 Jahren war, aber wer sich umschaut könnte meinen, dass das „Rebellentum“ von früher der Mainstream von heute ist und halt eben anders rum.

Ein anderes Problem ist, dass mit einigen Kleidungsstücken auch eine Menge unnötiger Klischees verbunden sind. Wobei ja auch an jedem Klischee irgendwo was wahres dran ist, oder nicht? Man muss sich nur mal das Video zu „Die da“ von den Fanta 4 anschauen. Dann sollte klar sein, was ich damit meine.

Aber eben nicht jeder der Baggiepants trägt hört Hip Hop. Ich kenne auch einige Metalheads die den weiten Hosen nicht abgeneigt sind. Das sind ja noch eher harmlosere Klischees. Richtig übel wird es wohl erst, wenn man aufgrund seiner Kleidung als Nazi bezeichnet wird. Glaubt ihr nicht? Dann rennt mal mit Springerstiefeln (am besten Dr. Martens) und nem Fred Perry Polohemd durch eure Stadt und beobachtet mal die Reaktionen. Da werden sich ein paar Leute komisch schauen.

Ich will gar nicht bestreiten, dass es Nazis gibt, die sowas tragen, aber man darf hier nicht von einigen wenigen auf alle schließen. Das sollte man unabhängig davon eh nie machen.

 

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